BKHS-Blickwinkel #01/2021

Jung, digital, engagiert? Welche Rolle „Online" im politischen Partizipationsmix junger Menschen in Deutschland spielt

Zu den Themen:DemokratieJugend

Autor*innen: Dr. Tobias Spöri, Dr. Nina-Kathrin Wienkoop, Dr. Jan Eichhorn, Dr. Christine Hübner

Seit den erfolgreichen Mobilisierungen von Fridays for Future in Deutschland wird das politische Engagement junger Menschen wieder stärker wahrgenommen nachdem lange Zeit das Postulat einer politikfernen und desinteressierten Jugend vorherrschte. Viele junge Menschen in Deutschland entscheiden sich neben repräsentativen Beteiligungsprozessen verstärkt für weniger institutionalisierte Formen der Beteiligung und bringen sich - statt in Parteien - beispielsweise vermehrt bei Protesten ein. Dabei zeigt sich, dass für viele junge Menschen große Unterschiede zwischen Online- und Offlineteilhabe bestehen. Parallel verläuft eine Debatte über junge Menschen und ihrer Nutzung von Medien. Hier hält sich die Annahme, „die Jugend“ informiere sich kaum und sei primär an ihrer Selbstdarstellung in sozialen Medien interessiert. Bei näherer Betrachtung wird klar, wie eng beide Formen – politische Teilhabe und politisches Informationsverhalten verknüpft sind. Je nachdem ob sich junge Menschen online und / oder offline beteiligen, hängt damit zusammen, wie sie sich über Politik informieren – und letztlich positionieren.

Am 7. September wollen wir der Fachöffentlichkeit erste Einblicke unseres einjährigen Forschungsprojektes der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung und d|part – Think Tank für politische Partizipation zum politischen Informations- und Teilhabeverhalten junger Menschen in Deutschland vorstellen. Basierend auf der statistischen Auswertung gängiger Datensätze und deren Kopplung mit geführten Fokusgruppen, stellen wir unsere ersten Erkenntnisse vor, die ein differenziertes Bild auf junge Menschen von heute werfen.
In diesem Rahmen erscheint unsere erste Ausgabe vom BKHS-Blickwinkel, den wir Ihnen zum kostenfreien Download anbieten.

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Autorin: Dr. Nina-Kathrin Wienkoop

Programmleitung „Demokratie und Gesellschaft“

Neben Ihrer Tätigkeit als Programmlinienleitung ist Dr. Nina-Kathrin Wienkoop am Berliner Institut für Protest- und Bewegungsforschung sowie am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung assoziiert. Bei Letzterem leitete sie zuvor ein Forschungsprojekt zu Teilhabe im Jugendengagement. Sie publiziert, berät, forscht und lehrt zu Themen wie der Resilienz von Demokratien, in- und ausländischer Demokratieförderung, Jugendengagement, gewaltlosem Widerstand, Vielfalt und Protesten, Debattenkultur sowie diversitätsbewusster Organisationsentwicklung der Zivilgesellschaft.

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