Gedenktag mahnt: Gräueltaten nicht vergessen und Demokratie schützen

Ein historisches Datum und die Stolpersteine erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus

Stolperstein von Heinz Patjens. Quer darunter liegt eine weiße Rose.


Die Flaggen wehen auf Halbmast, die Zeichen stehen auf Sturm: Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist heute in allen Bundesländern Trauerbeflaggung angeordnet. Der Tag erinnert an die Befreiung des nationalsozia-listischen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz vor genau 80 Jahren, am 27. Januar 1945. In dem Lager wurden mehr als eine Million Menschen ermordet – die überwiegende Zahl der Opfer waren jüdisch. In Deutschland wird seit 1996 am 27. Januar an die Verbrechen der NS-Herrschaft erinnert. Der damalige Bundespräsident Roman Herzog, der den Tag ins Leben gerufen hatte, bezog das Gedenken auf all jene Menschen, die „einer willkürlich definierten Rasse angehörten oder sonst wie vom willkürlich festgelegten Menschenbild abwichen“ und die den rassistischen Kategorien der Nationalsozialisten damit zum Opfer fielen. Als Beispiele nannte er – wobei er die Unvollständigkeit betonte – jüdische, behinderte oder homosexuelle Menschen sowie Sintize und Sinti sowie Romnia und Roma. Doch auch den vielen anderen Menschen, die beispielsweise als „asozial“ gekennzeichnet und verfolgt wurden, ist dieser Tag gewidmet. 

Direkt vor unserer Ausstellung „Schmidt! Demokratie leben“ am Kattrepel 10 befindet sich einer der zahlreichen Stolpersteine Hamburgs, die an die Opfer des Nationalsozia-lismus erinnern. Dieser Stein ist Heinz Patjens gewidmet. Er wurde im Alter von 21 Jahren im Rahmen des Euthanasie-Programms „Aktion-T4“ in der "Gauheilanstalt" Tiegenhof bei Gnesen (heute Gniezno, Polen) ermordet. Mehr Informationen zu Heinz Patjens Biografie finden Sie hier.

Mit einer Gedenkminute und dem Putzen des Stolpersteins haben Mitarbeiter*innen der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung heute daran erinnert, dass es unsere gemeinsame Verantwortung ist, die Gräueltaten unserer Geschichte nicht zu vergessen und sich gegen Ausgrenzung, Entrechtung und Entmenschlichung zu stellen und die Demokratie zu schützen und zu stärken.

Vier Menschen knien vor einem Stolperstein. Eine der Personen putzt den Stein, eine andere Person hält eine weiße Rose in der Hand..

Mit einer Gedenkminute und dem Putzen des Stolpersteins haben Mitarbeiter*innen der BKHS heute daran erinnert, dass es unsere gemeinsame Verantwortung ist, die Gräueltaten unserer Geschichte nicht zu vergessen und sich gegen Ausgrenzung, Entrechtung und Entmenschlichung zu stellen und die Demokratie zu schützen und zu stärken. © BKHS

Stolperstein von Heinz Patjens. Quer darunter liegt eine weiße Rose.

Heute, am 27. Januar, gedenken wir der Opfer des Nationalsozialismus anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags. © BKHS

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