Objekt der Woche: Die Bibliografie

Zu seinem 90. Geburtstag am 23.12.2008 machte die Helmut-Schmidt-Universität (HSU) ihrem Namensgeber ein besonderes Geschenk: eine Bibliografie aller seiner Schriften. Im Vorwort analysiert Klaus von Dohnanyi Schmidts Freude am Wort: „Denn Reden und Schreiben waren und sind ihm Werkzeug zu Einfluss und Verantwortung in der Gesellschaft, zur Tat.“

Zum Redaktionsschluss der 2008 vom Harrassowitz Verlag hergestellten Druckausgabe waren darin 5.034 chronologisch nach Jahren geordnete Titel verzeichnet. Ziel des Projektes sei es gewesen, ist dem Geleitwort von Johannes Marbach zu entnehmen, „… das Schrifttum Helmut Schmidts bibliothekarisch zu erschließen und – soweit möglich – als Präsenzbestand in geschlossener und repräsentativer Aufstellung in den Bestand der Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität aufzunehmen.“

Wie in der Print-Ausgabe angekündigt, wurde die elektronische Fassung der Helmut-Schmidt-Bibliografie kontinuierlich fortgeschrieben. Online kann hier heute in über 14.000 Einträgen recherchiert werden.

Zur Einordnung noch mal zurück zu Klaus von Dohnanyi und seinem Vorwort für die gedruckte Ausgabe: „Diese minutiöse Bibliografie ist nicht nur eine Wegmarkierung des politischen Lebens von Helmut Schmidt; sie lässt sich auch als ein Kalender zeitgeschichtlicher Ereignisse seit 1949 lesen. Sie hilft zu verstehen, wie sich die politische Welt in den vergangenen sechzig Jahren entfaltete. Und sie lässt erkennen, dass Deutschland in diesen Jahrzehnten von einem tatkräftigen Politiker, politischen Denker und Schriftsteller wichtige Weichenstellungen, Ratschläge und Mahnungen erhielt, die lehrreich sein können auch für die kommenden Jahrzehnte.“

2012 hat die Universitätsbibliothek der HSU die Helmut Schmidt Bibliografie in einem Kurzvideo vorgestellt. Direkt zur Online-Version geht es hier.

© www.harrassowitz-verlag.de

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