9/11 und was Schmidt dazu gesagt hat

Dr. Meik Woyke, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung, erläuterte gestern anlässlich des Jahrestages 9/11 in einem Vortrag vor dem Rotary Club Hamburg-Elbe, was Schmidt damals geraten hat. Bildrechte: Zapf  

Hamburg, 12. September 2019. Was hat Helmut Schmidt dazu gesagt? Das ist immer wieder die Leitfrage für die Arbeit der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung. Antworten darauf gab gestern, am Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001, Dr. Meik Woyke, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der Stiftung in einem Vortrag vor dem Rotary Club Hamburg-Elbe.

Zwei Tage nach den Anschlägen auf das World-Trade-Center mahnte Schmidt als Herausgeber der ZEIT: „Die enorme Aufregung kann manch einen … zu hysterischen Reaktionen verleiten. Deshalb gilt für alle Regierungen und für alle Politiker als erste Verhaltensregel: Kühle, abwägende Vernunft bewahren“.

Schon im Deutschen Herbst als der Terror der Roten-Armee-Fraktion (RAF) Deutschland erschütterte und den damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt vor seine größte politische Bewährungsprobe stellte, sei Schmidt dieser Maxime gefolgt, so Woyke. „Schmidt hatte immer einen klaren Kurs. Er glaubte nicht nur daran, dass vernünftige Politik eine moralische Grundlage und eine sittliche Ordnung braucht. Er handelte auch danach.“ In seinem Vortrag spannte Woyke einen thematischen Bogen von der Schleyer-Entführung und der RAF, über 9/11 bis zum Tod von Osama bin Laden zehn Jahre später. Dabei konnte er sich auf zahlreiche Zitate des Namensgebers der Stiftung berufen, der sowohl 1977 als auch 2011 seiner Maxime treu blieb und Zeitgeschichte rational beurteilte.

Um unsere Website für Sie optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Einverstanden