George Shultz im Alter von 100 Jahren gestorben

Der ehemalige US-Außenminister George P. Shultz (l) und Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) am 24.05.2012 während der Verleihung des Henry-Kissinger-Preises im Auswärtigen Amt in Berlin. Foto: picture alliance / dpa | Wolfgang Kumm

Der ehemalige amerikanische Politiker wirkte in den Kabinetten der US-Präsidenten Richard Nixon und Ronald Reagan als Finanz-, Arbeits- und Außenminister. Bekannt wurde er in Europa vor allem durch seine moderaten Positionen im „Zweiten Kalten Krieg“, als Chefdiplomat unter US-Präsident Reagan (1982 bis 1989). Seiner maßgeblichen Mitwirkung ist es zu verdanken, dass sich die USA und die Sowjetunion 1987 auf den INF-Vertrag einigten und damit die Abrüstung aller nuklearen Mittelstreckenraketen in Europa besiegelten – ein Ziel, das Helmut Schmidt, bei allem Beharren auf dem von ihm mit auf den Weg gebrachten NATO-Doppelbeschluss von 1979, stets teilte. Beide lernten sich als Finanzminister im Juli 1972 in Washington kennen; den Republikaner Shultz und den Sozialdemokraten Schmidt verband bis zu Schmidts Tod 2015 eine enge Freundschaft.

Nach seinem Abschied als Außenminister 1989 wechselte Shultz als Wirtschaftsprofessor an die Stanford Graduate School of Business. Bis kurz vor seinem Tod mischte er sich als Angehöriger der Denkfabrik Hoover Institution in aktuelle Debatten ein; die Themen reichten von militärstrategischen Fragen bis hin zur Klimapolitik. Obwohl er seiner republikanischen Partei bis zum Schluss verbunden blieb, kritisierte er zuletzt US-Präsident Trump für dessen mangelnde Vertrauenswürdigkeit.

George P. Shultz starb am Samstag, den 6. Februar in seiner Heimatstadt Stanford.

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