„Hänneschen“ Schmidt schmückt Kölner Karnevalsorden

Bildrechte: BKHS/M. Zapf

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„Kölle Alaaf“: Pünktlich um 11.11 Uhr starteten heute die Jecken am Rhein in die „fünfte Jahreszeit“.

Am Abend zuvor tagte bereits das „Närrische Parlament“ in der Kölner-Lanxess-Arena. 8000 Menschen feierten bei der seit 1928 existierenden Traditionsveranstaltung der Kölner SPD. Die kritisch-humoristische Auseinandersetzung mit der Politik stand auch in diesem Jahr bei den Büttenreden im Vordergrund. Und jedes Jahr gibt es einen neuen Sessionsorden, der den Akteuren auf der Bühne verliehen wird. Als Traditionsfigur „Hänneschen“ zierte der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt 1977 den Orden für das „Närrische Parlament“.  Mit seinem Vizekanzler Hans-Dietrich Genscher (FDP) im Schlepptau hatte Schmidt als strahlender Sieger der Bundestagswahl im Oktober 1976 seinen Gegenkandidaten Helmut Kohl (CDU) und seinen Kontrahenten Franz-Josef Strauß (CSU) in den Schatten gestellt (Foto). Schmidt, der in hanseatischer Tradition persönlich keine Orden und Ehrenzeichen annahm, hielt das Andenken aus Köln in Ehren. Es findet sich noch heute in seinem Arbeitszimmer in Hamburg-Langenhorn. Dass seine Kölner Parteifreunde Schmidt als Stockpuppe darstellten, zeugt durchaus von Respekt: Schließlich ist „das Hänneschen“ der Held des mehr als 200 Jahre alten Puppentheaters in der Kölner Altstadt: „Freundlich, aufrichtig, gewitzt, mutig und schlagfertig – eine Identifikationsfigur für Groß und Klein“ wie es im Programm des Hänneschen-Theaters heißt.

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