#HelmutSchmidt101: The European

Helmut Schmidt and Valéry Giscard d'Estaing – the Paris / Bonn axis as the nucleus of Europe. Photo: Bundespresseamt / Photo: dpa

Helmut Schmidt und Valéry Giscard d’Estaing – die Achse Paris/Bonn als Keimzelle Europas. Bildrechte: Bundespresseamt / Foto: dpa

"Schmidt for Beginners" episode 3: Two friends as the strategists who invented the G7 summit.

Hamburg, 19. December 2019. Schmidt had a particularly positive relationship with Valéry Giscard d'Estaing, French President from 1974 to 1981. Both called each other whenever they needed advice, valued each other's reliability, and were congenial partners. The political significance of the axis between Paris and Bonn could hardly be overestimated. For instance, Schmidt and Giscard d'Estaing initiated the world economic summits as a forum for international crisis management. The first of these meetings, which soon became known as the G7 Summits, took place in 1975 at Rambouillet near Paris.

Giscard d'Estaing and Schmidt had a fairly elitist understanding of foreign policy, and they drafted joint strategies for political action on an international level. Their personal agreements thereby had more weight than the work of the political-administrative institutions under their leadership. Ministers, secretaries of state and members of parliament sometimes appeared to be nuisances to this mechanism. In 1974, Schmidt and Giscard d'Estaing campaigned for the formalization of the European Council. As a result, the heads of state and government of the European Community met regularly for summit meetings. The Federal Republic of Germany and France almost inevitably took a leading role, given their territorial size and economic strength in the EC which until 1981 consisted of only nine members. Thus, Giscard d'Estaing and Schmidt were able to easily enforce the European Monetary System (EMS) which they had designed in 1978/79 against the other members of the Council. The EMS was supposed to help balance out massive price fluctuations between the currencies of the EC Member States and ensure monetary stability.

Source: Meik Woyke, Helmut Schmidt. 100 Seiten, Reclam Verlag: Ditzingen 2018.

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#HelmutSchmidt101: Der Europäer

„Schmidt für Einsteiger“ Folge 3: Zwei Freunde als kluge Strategen, die die G7-Gipfel erfanden

Hamburg, 19. Dezember 2019. Mit Valéry Giscard d’Estaing, von 1974 bis 1981 französischer Staatspräsident, verband Schmidt ein besonders positives Verhältnis. Beide telefonierten miteinander, wenn sie einen Rat benötigten, schätzten die Zuverlässigkeit des anderen und waren kongeniale Partner. Die politische Bedeutung der Achse zwischen Paris und Bonn ließ sich kaum überschätzen. So initiierten Schmidt und Giscard d’Estaing die Weltwirtschaftsgipfel als Forum zur internationalen Krisenbewältigung. Das erste dieser Treffen, die bald als G7-Gipfel bekannt wurden, fand 1975 auf Schloss Rambouillet bei Paris statt.

Giscard d’Estaing und Schmidt pflegten ein ziemlich elitäres Verständnis von Außenpolitik, und sie entwarfen auf internationaler Ebene gemeinsame Handlungsstrategien. Ihre persönlichen Absprachen besaßen dabei mehr Gewicht als die Arbeit des politisch-administrativen Unterbaus. Minister, Staatssekretäre und Parlamentarier schienen in diesem Mechanismus bisweilen eher zu stören. Im Jahr 1974 machten sich Schmidt und Giscard d’Estaing für die Institutionalisierung des Europäischen Rats stark. Künftig fanden die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Gemeinschaft regelmäßig zu Gipfeltreffen zusammen. Die Bundesrepublik Deutschland und Frankreich nahmen angesichts ihrer territorialen Größe und ökonomischen Stärke in der EG, die bis 1981 nur aus neun Mitgliedern bestand, fast zwangsläufig eine Führungsrolle ein. So konnten Giscard d’Estaing und Schmidt das von ihnen 1978/79 konzipierte Europäische Währungssystem mühelos gegen die übrigen Ratsmitglieder durchsetzen. Es sollte helfen, massive Kursschwankungen zwischen den Währungen der EG-Mitgliedsstaaten auszugleichen und für geldpolitische Stabilität sorgen.

Aus: Meik Woyke, Helmut Schmidt. 100 Seiten, Reclam Verlag: Ditzingen 2018.

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