Mit dem Bundeskanzler a.D. zur Eierlikörtorte ins Schulauer Fährhaus

Beim ersten Schmidtwochabend unterhielten sich der Autor des Buches „Der Elblotse“, Matthias Naß (re.), und Theo Sommer über Orte in Hamburg, die Helmut Schmidt besonders schätzte. Bildrechte: BKHS/Zapf

Der Vorstandsvorsitzende der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung, Dr. Meik Woyke, begrüßte die zahlreichen Gäste im Helmut-Schmidt-Forum. Bildrechte: BKHS/Zapf

Das Gespräch der beiden Schmidt-Kenner förderte viele amüsante Details und persönliche Anekdoten zutage. Bildrechte: BKHS/Zapf

Applaus für eine gelungene Schmidtwochabend-Premiere. Es folgen bis Ende März vier weitere Mittwochstermine der Veranstaltungsreihe. Bildrechte: BKHS/Zapf

Volles Haus am „Schmidtwochabend“: 75 Gäste folgten Matthias Naß und Theo Sommer auf den Spuren von Helmut Schmidt durch Hamburg

Zur Eierlikörtorte ins Schulauer Fährhaus, auf einen Gin Tonic mit Siegfried Lenz nach Langenhorn, bei Kaffee und Mentholzigaretten in der Redaktionskonferenz der ZEIT, zwischendurch noch zum Haareschneiden beim Hipster-Friseur in der Steinstraße und abends in „die gute Stube des lieben Gottes“: Zwei Stunden lang ließen sich die rund 80 Zuhörerinnen und Zuhörer bereitwillig entführen, um auf den Spuren von Helmut Schmidt durch Hamburg zu wandeln. „Hervorragend informiert, sprachlich brillant – ein Meisterwerk“, stellte der Vorstandsvorsitzende der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung, Dr. Meik Woyke fest, als er die Gäste zum ersten „Schmidtwochabend“ im Helmut-Schmidt-Forum am Kattrepel begrüßte.

Gebannt lauschten sie den Worten von Matthias Naß und Theo Sommer, die aus dem Buch „Der Elblotse“* vortrugen, in dem Naß die Orte beschreibt, die typisch für Helmut Schmidt waren.

Sowohl Sommer, der schon 1969/70 unter Helmut Schmidt Leiter des Planungsstabs im Bundesministerium der Verteidigung war und als Chefredakteur und Herausgeber der Wochenzeitung DIE ZEIT 33 Jahre mit dem ehemaligen Bundeskanzler zusammengearbeitet hat, als auch Naß, der Internationaler Korrespondent der ZEIT war und nun Kuratoriumsmitglied der Schmidt-Stiftung ist, wussten ihr Publikum durch amüsante Details und persönliche Anekdoten aus mehr als 1500 Redaktionskonferenzen mit dem Herausgeber Schmidt zu unterhalten. „Dabei liebte er es, wenn es hoch herging. An guten Tage attestierte er der Runde, die Debatte sei anspruchsvoller als damals am Bonner Kabinettstisch. An schlechten Tagen blaffte er: Naiv! Ahnungslos! Unverantwortlich! Verrückt! Dann konnte er so laut werden, als hätte er den ganzen Bundestag vor sich, nicht nur zwölf ZEIT-Redakteure“, erzählt Naß zum Amusement des Publikums.

„Helmut Schmidt liebte Hamburg und die Hamburger lieben ihn bis heute“, schreibt der versierte Schmidt-Kenner in seinem Buch – und der Applaus gab ihm Recht. 
 

Die Veranstaltungsreihe im Schmidt-Forum wird am 11. Dezember fortgesetzt. Beim zweiten „Schmidtwochabend“ geht es um die „Operation Mütze“ und Helmut Schmidts Liebe zur Kunst. Der Verleger und Publizist Dr. Christoph Links moderiert ein Gespräch zwischen Kristina Volke, Autorin des Buches „Heisig malt Schmidt“ und Gudrun Brüne, Witwe des Künstlers, in dem die Begegnung zwischen dem „Westkanzler“ und dem „Ostkünstler“ im geteilten Deutschland im Mittelpunkt steht.

Schmidtwochabend
„Helmut Schmidt und die Kunst – Operation Mütze“
11.12.2019, 19 Uhr
Helmut-Schmidt-Forum
Kattrepel 10, 20095 Hamburg
Eintritt frei
Anmeldung hier.


* Naß, Matthias: Der Elblotse. Helmut Schmidts Hamburg, Verlag Hoffman und Campe, Hamburg 2019

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