Nachwuchsförderung: SFG-Berkhan im Helmut Schmidt-Archiv

Die Studentische Forschungsgruppe „SFG-Berkhan“ arbeitet zurzeit daran, den Nachlass von Willi Berkhan, der zu den engsten Freunden Schmidts zählte, für Nutzerinnen und Nutzer des Helmut Schmidt-Archivs zugänglich zu machen. v.l.n.r.  Dorothee Voß, Niklas Hellmich, Lynn Mazur, Henri Hausig, Rita Elsner. Foto: © BKHS

Studentische Forschungsgruppe des Fachbereichs Public History der Universität Hamburg erschließt Bestand von Schmidts Freund Willi Berkhan

Hamburg, 06. Juni 2019. Karl Wilhelm "Willi" Berkhan gehörte zu den engsten und persönlichsten Freunden Helmut Schmidts. Einige Jahre nach Berkhans Tod wurde sein Nachlass in das Helmut Schmidt-Archiv überführt. Hier arbeiten zurzeit Studierende des Fachbereich Public History der Universität Hamburg daran, den Berkhan-Bestand für Nutzerinnen und Nutzer zugänglich zu machen. Die Arbeit der Studentischen Forschungsgruppe „SFG-Berkhan“ schließt an ein Projektseminar an, das Franziska Zollweg, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Helmut Schmidt-Archivs, an der Uni geleitetet hatte. Titel der Lehrveranstaltung: „Aus dem Umzugskarton ins Archiv – Studierende erschließen den Willi-Berkhan-Bestand im Helmut Schmidt-Archiv“.

In dem Seminar entwickelten die fünf Studierenden der SFG-Berkhan das Forschungsprojekt, das die bereits begonnene Archivierung des Willi-Berkhan-Bestandes im Helmut Schmidt-Archiv zu einem Abschluss bringen wird. Neben der Vertiefung in die Archivarbeit erhalten sie durch die eigenständige Planung erste Erfahrungen und Einblicke in die Entwicklung und Umsetzung eines solchen Forschungsprojektes. Das Ergebnis soll ein gedrucktes Findbuch sein, das dem Helmut Schmidt-Archiv übergeben wird.

Willi Berkhan und Helmut Schmidt lernten sich etwa 1945 in der Hamburger Gruppe des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) kennen und teilten sich später als Bundestagsabgeordnete eine Wohnung in Bonn. Während Schmidt als Kanzler die Bundesrepublik führte, bekleidete Berkhan das Amt des Wehrbeauftragten. Dieses Amt ist bis heute ein Teil der parlamentarisch-zivilen Kontrolle über die deutschen Streitkräfte und dient als Petitionsinstanz für Soldaten. Als Willi Berkhan 1994 unerwartet verstarb, war der Altkanzler tief betroffen und gedachte: „Willi Berkhan haben wir immer als Teil unserer eigenen Familie betrachtet. Für mich ist [er] der ältere Bruder gewesen.“

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