Reihenhaus in Langenhorn als Bühne der Weltpolitik

Noch am selben Tag entstand dieses berühmte Foto: Leonid Breschnew zusammen mit Willy Brandt und Loki Schmidt auf dem roten Ledersofa, unter den Werken von Karl Marx sitzend. Foto: Bundesregierung/Detlef Gräfingholt

Video „Friedensprojekt Europa – mitten in Hamburg!“

„Gesp. BK + L. Br. im Haus, auch Mittagessen“, so schrieb es Helmut Schmidt für den 7. Mai 1978 in seinen Kalender. Drei Tage zuvor war der sowjetische Staats- und Parteichef Leonid Breschnew zu einem mehrtätigen offiziellen Staatsbesuch nach Bonn gekommen. Der Bundeskanzler lud ihn ein, zusammen mit ihm nach Hamburg-Langenhorn zu fliegen. Zum Programm gehörte auch ein Mittagessen im Privathaus von Loki und Helmut Schmidt am Neubergerweg. Er könne es kaum glauben, äußerte Breschnew erstaunt, dass der Bundeskanzler in einer normalen Wohnsiedlung lebe − ganz ohne hohe Mauern um das Haus.

Einladungen in sein Privathaus waren für Schmidt nicht nur eine freundliche Geste, sondern ein politisches Mittel: So konnte er mit seinem Gegenüber wichtige Themen in einer persönlichen Atmosphäre besprechen.

Vor allem der politische Austausch zu Europa und dessen Friedensprojekt war ein wichtiges Thema, das sich auch heute noch in vielfältiger Form im Wohnhaus widerspiegelt. Wo genau und wen Schmidt sonst noch zu sich nach Hamburg-Langenhorn einlud, das erfahren Sie zur Europawoche in unserem Video „Friedensprojekt Europa - mitten in Hamburg!“ bei einem Rundgang durch das Haus mit Dr. Julia Strasheim und Franziska Zollweg.

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