„Senator Schmidt macht den Abflug“: Schülerinnen und Schüler produzieren „fake news“

Um „fake news“ ging es bei einem Workshop im Helmut-Schmidt-Forum, bei dem sich Schülerinnen und Schüler eines Cuxhavener Gymnasiums mit Helmut Schmidt, dem ersten Medienkanzler, beschäftigten. Bildrechte: BKHS/Sinn

Medienberichte kritisch reflektieren und auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen, war eine der Aufgaben. Bildrechte: BKHS/Sinn

Schmidt auf der Flucht oder auf dem Weg ins Katastrophengebiet? Fotos können sehr unterschiedliche Geschichten erzählen. Bildrechte: Brumshagen/Hamburger Abendblatt

Neuer Workshop im Helmut-Schmidt-Forum beschäftigt sich mit dem „Medienkanzler“

Helmut Schmidt stand wie kaum ein anderer Politiker im Rampenlicht der Medien. Er gilt als „der erste Medienkanzler“. Wie ist er mit der medialen Aufmerksamkeit umgegangen – wie hat er sie genutzt, um sich in Szene zu setzen? Gab es zu seiner Zeit schon „fake news“?

Diesen Fragen gingen 25 Schülerinnen und Schüler des Amandus-Abendroth-Gymnasiums aus Cuxhaven jetzt in einem zweistündigen Workshop auf den Grund. Mit großem Engagement setzte sich die 11. Klasse mit den Motiven der Foto-Ausstellung „100 Jahre in 100 Bildern“ im Hamburger Helmut-Schmidt-Forum auseinander. Darüber hinaus erfuhren sie von den Expertinnen der Stiftung, wie man Medienberichte kritisch reflektiert und auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen kann.

In Gruppen beantworteten sie Fragen zum Thema und produzierten mit viel Fantasie ihre eigenen „Fake News“. „Senator macht den Abflug“ oder „Schmidt auf der Flucht“ titelten sie beispielsweise zu dem Foto, das Schmidt als Innensenator bei der Sturmflut 1962 in Hamburg zeigt. In Wahrheit ließ sich Helmut Schmidt im Helikopter über das Katastrophengebiet fliegen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Von Flucht kann dabei keine Rede sein. Im Gegenteil: Sein entschlossenes Handeln begründete seinen Ruf als Krisenmanager und zupackender Organisator. Das war natürlich auch den Jugendlichen aus Cuxhaven bekannt. Gleichwohl: Die praktischen Übungen und die Falschnachrichten machten sichtlich Spaß.

Der Workshop „Medien und fake news damals und heute“ (HSS 003) ist ab Klassenstufe 8 für Gruppen bis zu 30 Teilnehmern buchbar und kostet pro Gruppe 50 Euro. Buchungen bitte über den Museumsdienst Hamburg: info@remove-this.museumsdienst-hamburg.de.

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