Von Bauernopfern und Winkelzügen in der Politik

Bildrechte: BKHS/Zapf

Schach-Nachwuchs erfolgreich gegen Senioren beim ersten Helmut-Schmidt-Schachturnier in Hamburg

Hamburg, 16.1.2020. So sehen Sieger aus. Zu den ersten Plätzen beim 1. Helmut-Schmidt-Schachturnier gratulierte der Vorstandsvorsitzende der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung (BKHS), Dr. Meik Woyke (links), den glücklichen Gewinnern. Er überreichte die Siegerurkunden an Tom Frederic Woelk, Luis Engel, Åke Fuhrmann, Albert Walke, Werner Schirmer (v.l.n.r im Bild) und Kaiwen Wang (vorn).

Drei Stunden lang hatten sich die 30 Schülerinnen und Schüler (U 20) wacker gegen die Seniorenauswahl (Ü 60) geschlagen. In der Gesamtwertung hatten sie schließlich die Nase vorn. Für den Triumph des Schachnachwuchses sorgte unter anderem Luis Engel, seit Oktober 2019 „Deutschlands jüngster Schachgroßmeister“. „Wir fordern Revanche. Da hat unser Seniorenwart im nächsten Jahr ja noch einiges zu tun“, stellte Mitorganisator Christian Zickelbein vom Hamburger Schachklub schmunzelnd fest.   

Vollbesetzter Schmidtwochabend „Zug um Zug“

Der Namenspatron des Turniers, Helmut Schmidt, hatte das Schachspiel mit sechs Jahren von seinem Vater gelernt und sagte von sich, er habe „seitdem nichts mehr dazugelernt“. Dass Schmidt nichtsdestotrotz mit unkonventionellen Schachzügen zu überraschen wusste, berichteten am Abend Peer Steinbrück und Ulrich Stock. Der ehemalige Bundesfinanzminister und Kuratoriumsvorsitzende der BKHS und der Reporter der ZEIT haben manche Partie mit dem Altkanzler gespielt – auch wenn sie seine Menthol-Zigaretten konsequent verschmähten. Beim Schmidtwochabend im vollbesetzten Helmut-Schmidt-Forum plauderten sie über ihre persönlichen Begegnungen mit dem ehemaligen Bundeskanzler. Sie tauschten sich darüber aus, wie Medien Politiker in Schach halten und berichteten von Bauernopfern, Zugzwängen und Hängepartien sowohl am Brett als auch in der Politik. Allein über die Frage, wer denn die Partie mit Helmut Schmidt in der Regel gewonnen hat, schwiegen sich beide ganz diplomatisch aus. „Er war ein fairer Verlierer – ich auch,“ sagte Peer Steinbrück.

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