Objekt der Woche: Der Bambi

Helmut Schmidt bei der  Bambi-Verleihung 2011, wo er den Millenniums-Bambi erhielt. Foto: © dpa

2011 erhielt Helmut Schmidt den Millenniums-Bambi. Charmant wies der damals 92-Jährige in seiner Dankesrede bei der 63. Bambi-Verleihung am 10. November 2011 in Wiesbaden darauf hin, dass die Juroren in ihrer Laudatio freundlicherweise ganz schön übertrieben und zugleich seine Fehler und Schwächen völlig verschwiegen hätten.

„Gleichwohl muss ich Ihnen gestehen, dass ich diese Worte gerne gehört habe“, so der Geehrte weiter. In der Begründung für die Auszeichnung wird Altbundeskanzler Helmut Schmidt als herausragende Persönlichkeit gewürdigt, als tatkräftiger Mensch, brillanter Krisenmanager, als allseits hochgeachteter Kanzler der Bundesrepublik, als einer der vier Großen der Welt, das politisch-moralische Gewissen der Nation und letztlich als Vorbild für Jung und Alt. Immer noch Meister des Understatements weiß der Elder Statesman mit dieser Flut an Komplimenten umzugehen. Ansatzlos schlüpft er zurück in seine Rolle als Weltendeuter und verweist auf die Bedeutung der wohlgesinnten Nachbarn und Partner für die positive Entwicklung Deutschlands nach 1945: „Sie wäre nicht möglich gewesen ohne unsere Einbettung in die Europäische Gemeinschaft und in das atlantische Bündnis.“ Schließlich vollzieht er noch einmal live den in der Laudatio bereits beschriebenen Wandel vom Staatsmann zum politisch-moralischen Gewissen der Nation und appelliert:  „Denn eine friedliche Nachbarschaft, die bleibt für uns Deutsche der entscheidend wichtige Teil aller unserer Pflichten. Das gemeinsame öffentliche Wohl der europäischen Nationen muss die Maxime unseres eigenen Handelns sein.“

Hier Helmut Schmidts Dankesrede bei der Bambi-Verleihung 2011 lesen.
Hier mehr zur Begründung der Jury erfahren.

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