Menschen stehen im Kreis um einen Baum von oben aufgenommen

BKHS Perspectives #10_2025 | Peace powered by youth

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Der Originaltext wurde auf Englisch verfasst.

Die sinnvolle Einbindung junger Menschen ist für einen nachhaltigen Frieden für alle von entscheidender Bedeutung. Aus diesem Grund haben die Vereinten Nationen (UN) im Jahr 2015 die Agenda „Jugend, Frieden und Sicherheit“ (YPS) ins Leben gerufen. In unserer aktuellen Ausgabe von BKHS Perspectives argumentiert Kirsten Hartmann, BKHS-Expertin für europäische und internationale Politik, dass Deutschland seine Bemühungen zur Umsetzung der YPS-Agenda sowohl international als auch national verstärken sollte. Sie skizziert konkrete Empfehlungen, wie deutsche Entscheidungsträger die YPS-Bemühungen auf UN- und EU-Ebene, im bilateralen Engagement mit Partnerländern sowie innerhalb Deutschlands selbst unterstützen können.

„Deutschland muss die YPS-Agenda auch im eigenen Land umsetzen: Dies ist nicht nur entscheidend für die Glaubwürdigkeit des weltweiten Engagements Deutschlands für junge Menschen, sondern auch für die Bewältigung innerstaatlicher Bedrohungen für Frieden und Sicherheit.“ – Kirsten Hartmann

Zentrale Erkenntnisse und Empfehlungen:

Jugend als Kraft für den Frieden: Jugendliche sind nicht nur die Führungspersönlichkeiten von morgen, sondern gestalten schon heute aktiv Veränderungen. Die UN-Agenda „Jugend, Frieden und Sicherheit“ (YPS) erkennt ihre wichtigen Beiträge zu Frieden und Sicherheit an und fordert ihre sinnvolle Einbindung als Partner*innen für den Frieden.

Universelle Relevanz: Deutschland sollte die internationale Umsetzung der YPS-Agenda stärken und unterstützen sowie ihre Bedeutung auch innerhalb Deutschlands anerkennen, um aktuellen Sicherheitskrisen wie wachsendem institutionellen Misstrauen und gesellschaftlicher Polarisierung zu begegnen. Eine glaubwürdige Unterstützung von YPS in anderen Ländern setzt eine starke Umsetzung im eigenen Land voraus.

Generationenübergreifende Agenda: Die YPS-Agenda befasst sich mit generationenübergreifenden Herausforderungen, kommt der gesamten Gesellschaft zugute und muss in echten Partnerschaften zwischen den Generationen umgesetzt werden.

YPS durch Deutschland – Außenpolitik: Deutschland sollte sich innerhalb der Vereinten Nationen aktiv für YPS einsetzen, unter anderem in der Friedenskonsolidierungskommission (Peacebuilding Commission) und im Rahmen seiner Kandidatur für einen Sitz im Sicherheitsrat 2027/28; sich für einen koordinierten „Team-Europe“-Ansatz zur Integration von YPS in das externe und interne Handeln der EU einsetzen; sowie YPS in der Entwicklungszusammenarbeit stärken.

YPS made in Germany – nationale Umsetzung: YPS sollte durch einen ressortübergreifenden Ansatz gemeinsam mit vielfältigen Jugendgruppen umgesetzt werden. Die YPS-Agenda sollte in bestehende Strategien wie die Jugendstrategie und die Nationale Sicherheitsstrategie eingebettet werden. Die deutsche Zivilgesellschaft muss Verantwortung für YPS übernehmen und die Lücken zwischen Akteur*innen aus den Bereichen Jugend, Frieden und Sicherheit überbrücken.

Dieses Policy Paper baut auf Forschungsergebnissen aus dem BKHS-Projekt „Gen P(eacebuilder) – Umsetzung der Agenda Jugend, Frieden und Sicherheit“ auf. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier

Foto Mitarbeiter:in

Autorin

Kirsten HartmannProjektreferentin Programmlinie Europa und internationale Politik