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Global Europe Lab

Das Global Europe Lab bringt 12 Nachwuchswissenschaftler:innen und junge Fachkräfte aus verschiedenen Disziplinen und mit unterschiedlichem Hintergrund zusammen, um eine Vision für die künftige Rolle der Europäischen Union (EU) auf der globalen Bühne zu erörtern und zu entwickeln.

Der Multilateralismus befindet sich in einer Krise, die Großmachtpolitik erlebt ein Comeback, und die EU hat Mühe, ihren Platz in dieser sich rasch wandelnden globalen Landschaft zu finden. Die Erosion des transatlantischen Bündnisses – das zuvor als grundlegender und verlässlicher Partner in der Außenpolitik der EU galt – sowie Verstöße gegen das Gewaltverhütungsgebot selbst durch Mitgliedstaaten des UN-Sicherheitsrats, wie beispielsweise die Angriffe der USA und Israels auf den Iran und die Invasion Russlands in der Ukraine, zwingen die EU dazu, sich weiterzuentwickeln und zu handeln. Die EU muss sich zudem mit der dringenden Notwendigkeit einer Reform des Multilateralismus, einer gerechten und nachhaltigen globalen Entwicklung sowie dem Klimawandel auseinandersetzen.

Um die Debatte über die Zukunft der außenpolitischen Strategie der EU anzuregen und Ideen für eine zukunftsorientierte Agenda als Reaktion auf diese jüngsten globalen Entwicklungen zu entwickeln, richten die Joachim-Herz-Doktorandenschule für Rechtswissenschaften und die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung das „Global Europe Lab“ ein, in dem diese Themen unter der Leitung bewährter Experten diskutiert werden. Der wissenschaftliche Diskurs (Zeitschriftenartikel), die interessierte Öffentlichkeit (Ergebnisbericht) und die politische Debatte (zum Nachdenken anregendes, zukunftsorientiertes Strategiepapier) werden mit entsprechenden Beiträgen angesprochen und angeregt.

Im Rahmen des „Global Europe Lab“ fanden zwischen November 2025 und Mai 2026 vier Workshops statt. Diese Workshops bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft und Praxis Fragen zur EU, ihrer außenpolitischen Agenda und ihrer künftigen Rolle auf der Weltbühne zu diskutieren, zu erforschen und zu erarbeiten.

Das Lab konzentriert sich auf drei Hauptthemen:

  1. Handel und nachhaltige Entwicklung,
  2. Klimawandel und Umweltschutz sowie
  3. Sicherheit, Frieden und internationale Ordnung.

Diese Themen werden mit Fallstudien verknüpft und haben einen regionalen Schwerpunkt. Eine Kombination aus von Experten geleiteten Workshops und offenen Diskussionsrunden vermittelt den Teilnehmern das notwendige Hintergrundwissen und gibt ihnen gleichzeitig ausreichend Zeit, die Themen untereinander zu erörtern und Strategie- oder Politikempfehlungen zu erarbeiten, die in die am Ende des Projekts genannten schriftlichen Formate einfließen werden. Das erwartete Ergebnis des „Global Europe Lab“ ist ein Fahrplan, der eine klare Vision für die künftige Rolle der EU sowohl gegenüber den Großmächten als auch gegenüber den Nationen des „Globalen Südens“ aufzeigt. Außerdem werden Optionen zur Umsetzung der außenpolitischen Ziele und Werte der EU in den drei identifizierten Themenbereichen entwickelt. Nach Fertigstellung werden die Ergebnisse Thinktanks, Nichtregierungsorganisationen, Politikern und staatlichen Institutionen vorgestellt.

 

 

Workshops

Societal Impact: From Discussion to Policy Recommendations

Schreibphase

(ca. Mai – Oktober 2026)

Nach Abschluss der Workshop-Reihe ist das Global Europe Lab nun in die Schreibphase eingetreten. Aufbauend auf den Diskussionen und Ideen, die während der vier Workshops entwickelt wurden, arbeiten die Teilnehmenden derzeit in drei thematischen Gruppen daran, Empfehlungen und Visionen für die zukünftige Rolle der Europäischen Union als globaler Akteur zu formulieren.

Ergebnis

(ca. Oktober 2026 – Januar 2027)

Die Ergebnisse werden in einer gemeinsamen Publikation zusammengefasst, die sich mit der Zukunft des auswärtigen Handelns der EU in den Bereichen Handel und nachhaltige Entwicklung, Klima- und Umweltpolitik sowie Frieden, Sicherheit und internationale Ordnung befasst. Die Publikation wird eine Analyse aktueller Herausforderungen mit zukunftsorientierten Vorschlägen und positiven Visionen für das europäische auswärtige Handeln über das Jahr 2030 hinaus verbinden.

Öffentlichkeitsarbeit und politischer Dialog

(ca. Januar & Februar 2027)

Die Veröffentlichung soll nicht das Ende des Projekts markieren. Die Ergebnisse und Empfehlungen werden anschließend Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft, Thinktanks und Wissenschaft vorgestellt und mit ihnen diskutiert. Eine Abschlussveranstaltung in Brüssel Anfang 2027 wird derzeit geplant.

Teilnehmer*innen