Auszeichnung würdigt kulturelle Innovationen und den Einsatz für die liberale Gesellschaft – Verleihung am 17. Juni 2026
Die Direktorin der Forschungsabteilung am NATO Defense College in Rom, Florence Gaub, wird mit dem diesjährigen Helmut-Schmidt-Zukunftspreis ausgezeichnet. Sie wird für ihre Beiträge zu Sicherheit und strategischer Vorausschau sowie ihr Eintreten für Europas Handlungsfähigkeit gewürdigt.
Die Zeit und die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung verleihen den Helmut-Schmidt-Zukunftspreis am 17. Juni 2026 im Hamburger Thalia Theater an die diesjährige Preisträgerin. Der Preis wird unterstützt von der börsengehandelten Hamburger Reederei Ernst Russ AG und der Harald Christ Stiftung für Demokratie und Vielfalt. Seit 2022 würdigt die Auszeichnung herausragende, innovative Leistungen in den Bereichen Demokratie, Gesellschaft und Technologie.
„Florence Gaub geht unideologisch mit den Themen um, die ‚den Westen‘ und insbesondere Europa so stark umtreiben: das Ringen um Demokratie, Sicherheit, Wohlstand und Freiheit in einer aggressiver gewordenen, zunehmend fragmentierten Welt. Dabei betont die Preisträgerin die Selbstwirksamkeit und Gestaltungsfähigkeit von freien Gesellschaften. Vor allem aber macht sie Schluss mit der Idee europäischer Hilflosigkeit, die durch den Kontinent wabert“, würdigt die Jury die Preisträgerin.
In diesem Jahr bilden die Jury des Helmut-Schmidt-Zukunftspreises: Juryvorsitzender Uwe Jean Heuser (Weltwirtschaftskorrespondent der Zeit und Herausgeber von Zeit für Unternehmer), Alexander Birken (Vorsitzender des Aufsichtsrates der Otto Group), Francesca Bria (Innovationsökonomin), Vanessa Nakate (Klimaaktivistin und Sozialunternehmerin), Meredith Whittaker (Präsidentin von Signal) sowie Meik Woyke (Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung).

Mehr über das Helmut-Schmidt-Zukunftsfestival
Was könnte entstehen, wenn es ein Grunderbe für alle 18-Jährigen gäbe und zugleich ein Gesellschaftsjahr?
Was würde sich politisch bewegen, wenn Europa eine gemeinsame Armee hätte und zugleich reichweitenstarke Daten-Genossenschaften?
Oder wären es große Naturschutzgebiete, die den Kontinent wilder und lebendiger machen?
Das Festival arbeitet mit zehn Veränderungsideen, die einen Unterschied machen.
In kleinen Festivalteams werden jeweils zwei Ideen miteinander verknüpft und in ihrem gemeinsamen Potenzial neu ausgelotet.
So wird unser Möglichkeitssinn neu austariert und es entstehen ungewohnte Allianzen.
Der Blick auf eine wilde Zukunft verändert dabei die Perspektive.
Auch der Wald eröffnet eine andere Sicht: Vielfalt entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch Zeit, Beziehung und Widerstandskraft.
Drei Felder markieren den Horizont:
- Wilde Vielfalt
Wie entsteht ökologische Vielfalt und was können wir vom Wald lernen? - Ungezähmte Gesellschaft
Wie lässt sich Demokratie unter Druck neu beleben? - Verwilderte Technologie
Wie verbinden wir das Neue mit Verantwortung?
Das Helmut-Schmidt-Zukunftsfestival 2026
Das Zukunftsfestival eröffnet in diesem Jahr die Ärztin, Autorin und Journalistin Gilda Sahebi. Mit einem besonderen Blick für Menschenfreundlichkeit und auf alles, was dagegen ankämpft.
Das Brachland-Ensemble sorgt für Überraschung. Die Lagerfeuer-Gespräche runden den ersten Festivaltag ab. Hier geht es um ungewöhnliche Allianzen.
Den zweiten Festivaltag eröffnet ein „Kopf mit Körper“: Marco Wehr, Physiker, Philosoph und Tänzer. Jemand, der die Komplexität der wilden Zukunft nicht nur denken, sondern auch erfahren will. Nach dem Mittagessen führt eine Mini-Exkursion in den benachbarten Wald.
Wie naturnahe Waldwirtschaft über Generationen gelingen kann, zeigt Fried Graf von Bernstorff aus Gartow. Philipp von der Wippel sucht als Gründer von ProjectTogether nach Kooperationen, die auf der Höhe der Zeit sind.
Der zweite Festivalabend stellt die Frage nach den Möglichkeiten unserer Generation scharf: Mit dabei die Greenpeace-Sprecherin für sozial-ökologische Gerechtigkeit Baro Vicenta Ra Gabbert, der News-Influencer Fabian Grischkat und die ZEIT-Journalistin Yasmine M’Barek.
Zum Höhepunkt des Festivals geht es ins Thalia Theater in Hamburg.
Dort wird der Helmut-Schmidt-Zukunftspreis verliehen.
Florence Gaub erhält in diesem Jahr den Helmut-Schmidt-Zukunftspreis.