Im Helmut-Schmidt-Forum werfen wir gemeinsam mit unseren Gästen einen Blick in den „Maschinenraum der Demokratie“: Wo begegnet uns Demokratie konkret im täglichen Leben? Wie können wir uns aktiv für eine lebendige demokratische Gesellschaft engagieren? Und welche neuen Antworten braucht die Demokratie angesichts aktueller Herausforderungen, wie wachsende soziale Ungleichheit oder den Vertrauensverlust in politische Prozesse?
Unsere Veranstaltungen verbinden fundierte Impulse mit offenem Austausch. Gemeinsam mit Expert*innen und dem Publikum suchen wir nach Wegen, Demokratie aktiv mitzugestalten und langfristig zu stärken – verständlich, alltagsnah und dialogisch.
Ort: Helmut-Schmidt-Forum, Kattrepel 10, 20095 Hamburg
Aktuelle Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.
Rückblick
Die bisherigen Veranstaltungen der Reihe „Schaufenster Demokratie“ greifen zentrale Zukunftsfragen auf und bleiben auch über den Veranstaltungstag hinaus hochaktuell:
In Bewegung: Wie Protest Gesellschaft verändert
Schulstreiks gegen den Wehrdienst, Demonstrationen gegen die Energiepolitik der Bundesregierung und Proteste für einen besseren Schutz vor digitaler Gewalt – das aktuelle Protestgeschehen ist vielfältig. Auch die Geschichte der Demokratie in Deutschland wurde immer wieder geprägt von Protesten, beispielsweise die Frauenrechts- oder Umweltbewegung. Proteste waren und sind ein zentrales Element demokratischer Teilhabe.
Doch wer sind die Menschen, die auf die Straße gehen und warum? Wer verschaffte sich in der Vergangenheit mit welchen Mitteln Gehör? Wie wurde über Proteste berichtet und wie werden sie heute wahrgenommen? Und was können sie bewirken – gesellschaftlich, aber auch auf einer ganz persönlichen Ebene?
Darüber möchten wir mit Expert*innen aus der Protestforschung und Demokratiegeschichte und dem Publikum sprechen.
Es diskutieren:
- Dr. Nina-Kathrin Wienkoop, Politikwissenschaftlerin und Ethnologin sowie Wissenschaftlerin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg und Vorstandsmitglied am Institut für Protest- und Bewegungsforschung
- Dr. Dennis Riffel, Historiker und Fachgruppenleiter für Geschichtsvermittlung und Demokratiereflexion in der Geschäftsstelle von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.
Moderiert wird die Veranstaltung von Merle Strunk (BKHS) und Alisa Rieth (BKHS).
Game Changer – Demokratiegeschichte spielend verstehen (März 2026)
Wie können Games zur Demokratiebildung beitragen? Gemeinsam mit Expert*innen aus der Gaming- und Medienbranche wurde diskutiert, welches Potenzial digitale Spiele für politische Bildung und gesellschaftlichen Dialog haben. Gerade historische Spiele eröffnen neue Zugänge zur Demokratiegeschichte und regen dazu an, über demokratische Werte zu diskutieren.
Im Fokus stand dabei auch die Frage, wie digitale Räume Gemeinschaft fördern – und welche Chancen sie für eine aktive demokratische Teilhabe bieten.
Es diskutieren:
- Martin Dietrich, Gaming-Experte und freier Journalist, arbeitet für ZDF, „GameStar“ und die Bundeszentrale für politische Bildung
- Sebastian Tyzak, Journalist und Experte für digitale Kultur, arbeitete lange für „Game Two“
- Dr. Martin Thiele-Schwez, Game Designer und Geschäftsführer von Playing History, einer Produktionsfirma für Spiele mit historischen, politischen und wissenschaftlichen Inhalte
Update für die Demokratie? Zwischen Pragmatismus und Prinzipien (Dezember 2025)
Ausgehend vom Demokratieverständnis von Helmut Schmidt wurde diskutiert, wie sich demokratische Prozesse im Spannungsfeld zwischen Kompromissfähigkeit und wachsender Polarisierung verändern. Themen wie Klimawandel, soziale Krisen oder gesellschaftlicher Rechtsruck zeigen: Demokratie steht unter Druck und muss sich weiterentwickeln.
Die Veranstaltung beleuchtete, welche Updates die Demokratie heute braucht, wie Dialog trotz gesellschaftlicher Spaltung gelingen kann und welche Stimmen stärker gehört werden müssen, um demokratische Prozesse gerechter zu gestalten.







