Wie radikalisieren sich Menschen in einer demokratischen Gesellschaft? Welche Formen von Gewalt finden sich in einem liberalen Rechtsstaat? Wie hat der Nationalsozialismus den Autor Siegfried Lenz (1926-2014) und den Politiker Helmut Schmidt (1918-2015) geprägt – und welche Lehren haben sie daraus gezogen?
Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich die Ausstellung „Elfenbeinturm und Barrikade“: in Skizzenbüchern, Plakaten und Graphic Novels, mit Häkelobjekten und Papierskulpturen, mit einer bewohnten Riesenpfeife oder einem Grundrechte-Memory.
Sie erzählt zudem von der hanseatischen Freundschaft zwischen Lenz und Schmidt sowie von ihren Ehefrauen Lilo und Loki.
Die Studierenden des Studiengangs Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften haben zwei Semester lang zu dem Thema geforscht und gezeichnet. In ihren Werken nehmen sie Begriffe wie Verantwortung, Partizipation, Gelassenheit oder Freundschaft unter die Lupe – und stellen die Frage, was Demokratie heute trägt und was sie ins Wanken bringt.
Die Ausstellung lädt dazu ein, sich mit dem besonderen Verhältnis von Literatur und Politik zu beschäftigen.
Wir laden Sie herzlich ein zur Vernissage:
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Vortragsraum im 1. OG
Dienstag, 3. März, 18 Uhr
Wir bitten um Anmeldung unter pr@sub.uni-hamburg.de.
Diese Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung, welche vom 4. März bis zum 10. Mai 2026 in der Staats- und Universitätsbibliothek zu sehen ist.
Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:
Montag, 16. März 2026, 19 Uhr
Vortragsraum der Staatsbibliothek 1. OG
Lesung: Erinnern – Schreiben – Handeln
Siegfried Lenz (*1926) und Helmut Schmidt (*1918) teilten Neugier und Leidenschaft für politische Themen rund um die Demokratie, um die NS-Vergangenheit und ihre Auswirkungen auf den bundesdeutschen Alltag. Freundschaftlich verbunden reflektierten der Literat und der Politiker je unterschiedliche Möglichkeiten und Reichweite ihrer Texte. Die Lesung bietet eine Auswahl aus Essays, Reden und Briefen – diese zeigen historische Auseinandersetzung und stellen Fragen an die Gegenwart.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter: pr@sub.uni-hamburg.de
Donnerstag, 26. März 2026, 19 Uhr
Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek
Gespräch: Elfenbeinturm und Barrikade
Wie stehen Literatur und Politik zueinander? Wirkt Literatur in die Gesellschaft - und wenn ja, wie? Wo liegen Macht und Ohnmacht von fiktionalen Texten – und was bedeutet politisches Schreiben heute? Diese und weitere Fragen diskutiert der YouTuber und Podcaster Wolfgang M. Schmitt mit den Hamburger Autorinnen Simone Buchholz und Katharina Hagena.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter: pr@sub.uni-hamburg.de
Das vollständige Programm der Staats- und Universitätsbibliothek finden Sie hier.
Eine Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg sowie der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.

