Die wirtschaftliche Sicherheit steht ganz oben auf der europäischen Agenda. Daher verlagert sich der strategische Fokus von den hochrangigen Rahmenwerken in Brüssel hin zur Umsetzung auf nationaler und lokaler Ebene. Da Deutschland derzeit seine erste Nationale Strategie zur wirtschaftlichen Sicherheit ausarbeitet, stehen die politischen Entscheidungsträger vor einer entscheidenden Herausforderung: Wie lassen sich globale Verpflichtungen in widerstandsfähige nationale Realitäten umsetzen?
Diese Veranstaltung findet unmittelbar nach dem G7-Gipfel statt und markiert die Vorstellung des Abschlussberichts des BKHS-Projekts „Inclusive Geoeconomics“ von Dr. Elisabeth Winter und Lea Holst. Als Ergebnis einer über 1,5-jährigen qualitativen Forschungsarbeit – einschließlich 25 Experteninterviews mit Entscheidungsträgern auf EU-, nationaler und regionaler Ebene – stellt der Bericht ein vierdimensionales Modell der wirtschaftlichen Sicherheit vor, das über defensive Handelsmaßnahmen hinausgeht. Er argumentiert, dass echte wirtschaftliche Resilienz nicht allein durch technokratische Risikominimierung erreicht werden kann; sie erfordert vielmehr einen grundlegenden Ausgleich zwischen wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, strategischer Souveränität, ökologischer Nachhaltigkeit und innerstaatlichem sozialem Zusammenhalt.
Um zu erörtern, wie politische Entscheidungsträger auf EU-Ebene sowie auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene in Deutschland diese Ziele mit einer Strategie der inklusiven Geoökonomie umsetzen können, freuen wir uns, ein hochkarätiges Expertengremium zusammenzubringen:
- David Wilkens, stellvertretender Referatsleiter für internationale und europäische Wirtschaftssicherheit und geopolitische Analyse, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
- Dr. Cédric Koch, Policy Fellow im Europa-Zentrum bei der DGAP
- Dr. Elisabeth Winter, stellvertretende Geschäftsführerin und Programmleiterin Globale Märkte und soziale Gerechtigkeit, BKHS
- Lea Holst, Wissenschaftliche Assistenz im Programm Globale Märkte und soziale Gerechtigkeit, BKHS
Im Mittelpunkt der Diskussion steht die praxisorientierte „Checkliste für inklusive Geoökonomie“ des Berichts für die öffentliche Verwaltung, die anhand von zwei wichtigen deutschen Fallstudien konkretisiert wird: dem Hamburger Hafen (Schutz kritischer Infrastruktur im Rahmen einer Mehrebenen-Governance) und dem Elektrofahrzeugsektor (Bewältigung des „China-Schocks 2.0“ und der Rohstoffabhängigkeiten).
Leiten Sie diese Veranstaltung gerne an Kolleg*innen in Ihren institutionellen Netzwerken weiter, die an der Schnittstelle von Wirtschaftspolitik, Außenpolitik und Regionalentwicklung tätig sind.
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Wir freuen uns auf eine anregende Diskussion mit Ihnen am 18. Juni!


