Across the Pond Folge 2

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Der Podcast erscheint in englisch

In der zweiten Folge von Across the Pond begrüßen die Moderatoren Verena Kahl und Dan Krause die FOTAR-Fellows Amanda Pridmore und Nathalie Frisch, um Europas Rolle in einer sich wandelnden, zunehmend postwestlichen Welt zu beleuchten.

Gemeinsam gehen sie über die üblichen diplomatischen Höflichkeitsfloskeln hinaus und diskutieren:

  • Die Verschiebung der globalen Machtverhältnisse,
  • einen grundlegenden Wandel der Rolle der USA,
  • die Glaubwürdigkeit europäischer Narrative und
  • die komplexen Beziehungen Europas zum Globalen Süden.

Zentrale Themen dieser Folge

  • Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit („Say-Do Gap“): Warum die wertebasierte Rhetorik der EU in der Handels-, Migrations- und Gesundheitspolitik häufig an der praktischen Umsetzung scheitert – und wie dies ihre Glaubwürdigkeit auf internationaler Ebene beschädigt.
  • Klimagebundene Schuldenfallen: Wie die bestehende internationale Finanzarchitektur besonders stark vom Klimawandel betroffene Länder des Globalen Südens durch Kredite statt durch faire, nicht rückzahlbare Finanzhilfen in Schuldenspiralen gefangen hält.
  • Einführung des Konzepts „Narrative Realism“ (narrativer Realismus): Warum europäische politische Erzählungen nur dann der Realität standhalten können, wenn politische Entscheidungsträger bereit sind, Verluste, koloniale Kontinuitäten und widerstreitende Interessen offen zu benennen.
  • Autonomie durch Partnerschaft: Warum strategische Autonomie nicht in Isolation münden sollte und weshalb der Globale Süden niemals als einheitlicher Block betrachtet werden darf.
  • Transatlantische Schätze: Ein bewegender, persönlicher Blick darauf, was Reisepässe und ein historischer Brief einer Großmutter über das Überschreiten von Grenzen und den Wandel globaler Identitäten verraten.

Gäste und Moderatoren

  • Amanda Pridmore ist Projektmanagerin am Global Public Policy Institute (GPPi) in Berlin. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von globaler Ordnung, transatlantischen Beziehungen und politischer Kommunikation. Sie leitet die strategische Kommunikation für ENSURED, ein im Rahmen von Horizon Europe gefördertes Konsortium zur europäischen globalen Governance.
  • Nathalie Frisch absolviert derzeit einen LL.M.-Studiengang an der University of Southern California (USC). Als FOTAR-Fellow an der BKHS und am Europa-Kolleg Hamburg beschäftigt sie sich in ihrer Forschung mit dem internationalen Investitionsrecht, Verhaltenspflichten und innovativen Finanzierungsmechanismen für die Klimafinanzierung.
  • Dan Krause ist Programmdirektor für Europa und Internationale Politik bei der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung (BKHS) in Hamburg.
  • Verena Kahl ist Postdoktorandin an der Universität Hamburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind internationales Recht, Menschenrechte und Klimagerechtigkeit.

Weiterführende Informationen und Shownotes