DIALOG. IMPULSE. HALTUNG.
Die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung greift die drängenden Fragen unserer Zeit auf, fördert den gesellschaftlichen Diskurs und entwickelt Impulse für die Welt von morgen. Wir vernetzen Expert*innen national wie international und bewahren damit das Erbe von einem der prägendsten Staatsmänner des 20. Jahrhunderts.

Neue Perspektiven: Friedensförderung und Konfliktbearbeitung in einer sich wandelnden Weltordnung
21. Feb. 2024Wie kann die Zukunft der Friedensförderung in einer sich verändernden Weltordnung aussehen – und was muss verbessert werden? Unser neuer Report “From the Inside Out: Peacebuilding and Conflict Resolution in a Changing World Order” präsentiert Ergebnisse und Politikempfehlungen für mögliche Vorgehensweisen:
- Die derzeitige Krise der internationalen Friedensförderung ist nicht nur auf aktuelle geopolitische Herausforderungen zurückzuführen, sondern auch auf Fehler der Vergangenheit. Um diese Fehler zu überwinden muss ein grundsätzliches Umdenken erfolgen, bevor Leitlinien und Projektziele überarbeitet werden: Politische Entscheider*innen müssen reflektieren, was realistisch von wem, wann und wo erreicht werden kann.
- Es gibt kein Patentrezept für die Beendigung von Kriegen, das unabhängig vom jeweiligen Kontext immer funktioniert. Das gilt für alle Kriege, insbesondere jedoch für den russischen Angriff auf die Ukraine, den ersten großen zwischenstaatlichen Krieg in einer von innerstaatlichen Konflikten geprägten Zeit. Eine Erkenntnis aus der Vergangenheit ist jedoch, dass Friedensförderung kein Projekt für ein paar Jahre ist, sondern eins für Generationen, das langfristiges Engagement und eine verlässliche Finanzierung erfordert. Eine Kürzung der Budgets für Friedensförderung, humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit läuft dem weltweit steigenden Bedarf in diesen Bereichen zuwider.
Russlands Krieg gegen die Ukraine, der Angriff der Hamas auf Israel und der nachfolgende Krieg im Gazastreifen sowie die eskalierende Gewalt im Sudan, im Jemen oder in Myanmar: Kriege nehmen derzeit nicht nur weltweit zu, sondern verändern sich in ihrer Art. Sie werden brutaler, komplexer, immer häufiger mit hybriden Methoden geführt und sie sind miteinander verknüpft: Der russische Krieg gegen die Ukraine ist seit 2022 etwa auch Krisenkatalysator für andere Konflikte, indem er internationale Aufmerksamkeit auf sich zieht und bereits bestehende Gebermüdigkeit und Finanzierungslücken weiter verschärft.
Gleichzeitig wird es immer schwieriger, Frieden zu schaffen: Die letzte große UN-Friedensmission wurde zum Beispiel 2014 ins Leben gerufen – und viele international vermittelte Friedensprozesse sind im letzten Jahrzehnt gescheitert.
Um ein besseres Verständnis davon zu bekommen wie die Zukunft der Friedensförderung in einer sich verändernden Weltordnung aussehen kann und was verbessert werden muss haben die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung (BKHS) und die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) die „Global Expert Group on Conflict Resolution and Peacebuilding“ gegründet – ein Netzwerk aus Vertreter*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik, die selbst aus Konflikt- und Postkonfliktländern kommen und in ihren Regionen zu diesen Fragen arbeiten.
Nach einem Jahr intensiver Forschung, Interviews und Workshops ist der Bericht „From the Inside Out: Peacebuilding and Conflict Resolution in a Changing World Order“ nun veröffentlicht: Der Bericht steht in englischer Sprache in voller Länge zur Verfügung. In deutscher Sprache können Sie die Zusammenfassung herunterladen.


Neue Perspektiven: Friedensförderung und Konfliktbearbeitung in einer sich wandelnden Weltordnung
21. Feb. 2024Wie kann die Zukunft der Friedensförderung in einer sich verändernden Weltordnung aussehen – und was muss verbessert werden? Unser neuer Report “From the Inside Out: Peacebuilding and Conflict Resolution in a Changing World Order” präsentiert Ergebnisse und Politikempfehlungen für mögliche Vorgehensweisen:
- Die derzeitige Krise der internationalen Friedensförderung ist nicht nur auf aktuelle geopolitische Herausforderungen zurückzuführen, sondern auch auf Fehler der Vergangenheit. Um diese Fehler zu überwinden muss ein grundsätzliches Umdenken erfolgen, bevor Leitlinien und Projektziele überarbeitet werden: Politische Entscheider*innen müssen reflektieren, was realistisch von wem, wann und wo erreicht werden kann.
- Es gibt kein Patentrezept für die Beendigung von Kriegen, das unabhängig vom jeweiligen Kontext immer funktioniert. Das gilt für alle Kriege, insbesondere jedoch für den russischen Angriff auf die Ukraine, den ersten großen zwischenstaatlichen Krieg in einer von innerstaatlichen Konflikten geprägten Zeit. Eine Erkenntnis aus der Vergangenheit ist jedoch, dass Friedensförderung kein Projekt für ein paar Jahre ist, sondern eins für Generationen, das langfristiges Engagement und eine verlässliche Finanzierung erfordert. Eine Kürzung der Budgets für Friedensförderung, humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit läuft dem weltweit steigenden Bedarf in diesen Bereichen zuwider.
Russlands Krieg gegen die Ukraine, der Angriff der Hamas auf Israel und der nachfolgende Krieg im Gazastreifen sowie die eskalierende Gewalt im Sudan, im Jemen oder in Myanmar: Kriege nehmen derzeit nicht nur weltweit zu, sondern verändern sich in ihrer Art. Sie werden brutaler, komplexer, immer häufiger mit hybriden Methoden geführt und sie sind miteinander verknüpft: Der russische Krieg gegen die Ukraine ist seit 2022 etwa auch Krisenkatalysator für andere Konflikte, indem er internationale Aufmerksamkeit auf sich zieht und bereits bestehende Gebermüdigkeit und Finanzierungslücken weiter verschärft.
Gleichzeitig wird es immer schwieriger, Frieden zu schaffen: Die letzte große UN-Friedensmission wurde zum Beispiel 2014 ins Leben gerufen – und viele international vermittelte Friedensprozesse sind im letzten Jahrzehnt gescheitert.
Um ein besseres Verständnis davon zu bekommen wie die Zukunft der Friedensförderung in einer sich verändernden Weltordnung aussehen kann und was verbessert werden muss haben die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung (BKHS) und die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) die „Global Expert Group on Conflict Resolution and Peacebuilding“ gegründet – ein Netzwerk aus Vertreter*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik, die selbst aus Konflikt- und Postkonfliktländern kommen und in ihren Regionen zu diesen Fragen arbeiten.
Nach einem Jahr intensiver Forschung, Interviews und Workshops ist der Bericht „From the Inside Out: Peacebuilding and Conflict Resolution in a Changing World Order“ nun veröffentlicht: Der Bericht steht in englischer Sprache in voller Länge zur Verfügung. In deutscher Sprache können Sie die Zusammenfassung herunterladen.

Demokratiebildung
Demokratie ist mehr als das, was in Parlamenten besprochen wird. Demokratie geht alle an und lebt davon, dass möglichst viele Menschen mitmachen und teilhaben können. Wir arbeiten für eine gerechte und vielfältige Demokratie. Mit verschiedenen Bildungs- und Veranstaltungsformaten vermitteln wir Wissen zu aktuellen politischen Themen und stärken Praxiskompetenzen für die Demokratie. Wir bringen Menschen in einen lebhaften Dialog untereinander und ermutigen zum demokratischen Miteinander.

