Stiftung präsentiert Programm

Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung geht online

  • Neuer Auftritt, Konzert und Vortrag zum 99. Geburtstag von Helmut Schmidt
  • Kuratoriumsvorsitzender Peer Steinbrück informiert über Programmatik und Pläne der Stiftung
  • Erste Veranstaltungen im Februar 2018

Hamburg, 21. Dezember 2017. Pünktlich zum 99. Geburtstag von Helmut Schmidt, den der große Staatsmann am 23. Dezember gefeiert hätte, geht die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung online. Der Vorsitzende des Kuratoriums, Peer Steinbrück, erläuterte bei einer Pressekonferenz die Programmatik der vor knapp einem Jahr eingerichteten Stiftung und gab einen Ausblick auf ihre Pläne für 2018. Zu sehen gab es das Corporate Design und die neue Stiftungswebseite. Bei der Vorstellung kam dem „Sign Pen“, dem ersten Faserschreiber der Welt, eine besondere Rolle zu. Wenn Helmut Schmidt schrieb, tat er dies ausschließlich mit diesem Schreibgerät in grün: der Farbton, der in Ministerien dem Minister für seine Anmerkungen vorbehalten ist. Die Farbe spielt auch im Auftritt der Stiftung eine zentrale Rolle.    

Das Grün ist im Logo und durchgängig auf der Webseite der Stiftung zu finden. „Helmut Schmidt war ein Arbeitstier. Bis ins hohe Alter schrieb er viel und immer mit seinem grünen Stift“, erinnert sich Peer Steinbrück. „Wir haben diese persönliche Angewohnheit zum farblichen Markenzeichen der Stiftung gemacht“, sagte der Kuratoriumsvorsitzende der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung.

Denkfabrik

Vor einem knappen Jahr, am 01. Januar 2017, war die Stiftung vom Deutschen Bundestag als eine der bisher sechs überparteilichen Politikergedenkstiftungen eingerichtet worden. Zum 99. Geburtstag von Helmut Schmidt wird sie sichtbar. Kernstück der Kommunikation ist die Webseite www.helmut-schmidt.de. „Auftrag der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung ist es, die Erinnerung an einen großen Staatsmann lebendig zu halten“, erklärte Steinbrück und betonte: „Die Programmatik der Stiftung reicht weit über diesen Aspekt des Andenkens an die historischen Verdienste Helmut Schmidts hinaus. Wir bauen die Stiftung als zukunftsorientierte Denkfabrik auf, die an den Hauptthemen Schmidts dranbleibt: Was hält Europa zusammen, globale Märkte und soziale Gerechtigkeit sowie Populismus und die offene Gesellschaft in der Krise.“

Dauerausstellung, wissenschaftliche Arbeit fördern, Debatten anstoßen

Zu diesem Zweck arbeitet die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung aktuell an mehreren Projekten. Am Hauptsitz der Stiftung im Helmut-Schmidt-Haus am Kattrepel in Hamburg soll Ende 2019 eine Dauerausstellung eröffnen, die einen multiperspektivischen Blick auf Helmut Schmidt und seine Zeit wirft. Ziel ist es, Wissen über zeitgeschichtliche Zusammenhänge des 20. und 21. Jahrhunderts auch an junge Menschen zu vermitteln. Für die wissenschaftliche Forschung wird das direkt am ehemaligen Wohnhaus von Helmut und Loki Schmidt in Hamburg-Langenhorn gelegene Helmut Schmidt-Archiv zugänglich gemacht. Dort dokumentieren 2.800 Ordner, eine umfangreiche Dossier-Sammlung, 25.000 Bücher und Fotoalben das Leben des Politikers. Zu den Aufgaben der Stiftung zählt es, wissenschaftliche Arbeiten zu fördern, mit nationalen und internationalen Einrichtungen zu kooperieren sowie Positionen in die öffentliche Debatte einzubringen.

99. Geburtstag: Konzertmatinee und Vortrag im Februar 2018

Große Feierlichkeiten waren nicht seine Welt. Daher wird die Stiftung zum 99. Geburtstag ihres Namensgebers stattdessen Schmidts Liebe zur Musik in den Mittelpunkt stellen. Wie Stefan Herms, Vorstand der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung, angekündigte, „wird es am 25. Februar 2018 eine Matinee in der Hamburger Hochschule für Musik und Theater geben. Auf dem Programm stehen Werke von Mozart und Bach, deren Musik im Leben von Helmut Schmidt eine besondere Rolle gespielt hat.“ Ein Vortrag von Professor Dr. Ulrich Herbert am 20. Februar 2018 in der Bucerius Law School ergänzt die Konzertmatinee. Der Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, spricht über den Niedergang der klassischen Industriegesellschaft und die Herausforderungen der Globalisierung, die Bundeskanzler Helmut Schmidt zu bewältigen hatte.

www.helmut-schmidt.de

Auf der Webseite werden künftig alle Aktivitäten der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung zu finden sein. Neben Terminen und Aktuellem gibt die Seite Auskunft über die vielen Facetten der Persönlichkeit Schmidts in Text, Bild und Ton. Programm und Arbeitsschwerpunkte der Stiftung, Informationen zum wissenschaftlichen Archiv und zur Dauerausstellung sind dort ebenso angelegt, wie eine Zitatesammlung, ausgewählte Karikaturen, die Rubrik „Objekt der Woche“ und ein Medienecho. „Helmut Schmidt und seine Denkansätze sind hochaktuell und relevant“, betonte Peer Steinbrück. „Dies zeigt das internationale Medienecho zur Person Schmidt auf unserer neuen Webseite. Reinschauen lohnt sich."

Zwei Männer halten grüne Stifte und handgeschriebene Notizen Schmidts in den Händen. Im Hintergrund ein Bildschirm mit der Website der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung.

Stefan Herms, Vorstand der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung, (links) und Peer Steinbrück, Kuratoriumsvorsitzender, präsentieren den Außenauftritt der Stiftung.

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