Public History im Archiv

Die Geschichte Helmut Schmidts sowie die deutsche und internationale Zeitgeschichte stehen im Fokus der Public History-Projekte. Sie setzen sich inhaltlich mit Quellen auseinander und sind eng mit der wissenschaftlichen Erschließung des Helmut Schmidt-Archivs (HSA) verbunden. Ziel ist die Vermittlung von Geschichte und deren Prozesse durch archivwissenschaftliche sowie politisch-historische Bildungsarbeit.

Daher haben wir anlässlich des Tags der Demokratie in Hamburg mit einem Kurzvideo die Vorurteile aber auch die Bedeutung von Archiven erkundet und dazu eingeladen das HSA als Ort der Demokratie (neu) zu entdecken. Denn es ist nicht nur ein authentischer Erinnerungsort an den Politiker, sondern auch unserer Demokratiegeschichte.

Diese Themen werden auch in unserer jährlichen Spazierlesung zum Langen Tag der Stadtnatur aufgegriffen. Der sehr persönliche Rundgang durch den privaten Garten der Schmidts gibt einen Einblick ins Wohnhaus und Archiv und verbindet den historischen Ort mit der Leidenschaft Loki Schmidts zur Natur.

Das HSA möchte auch junge Menschen einbeziehen und bietet Studierenden daher regelmäßig die Möglichkeit ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Quellen zu erproben. So konnte eine studentische Arbeitsgruppe Gespräche mit Zeitzeug*innen aus dem Umfeld Helmut Schmidts aufzeichnen, nach wissenschaftlichem Standard transkribieren und als neue Quellen im Archiv hinterlegen. Studierende des Fachbereichs Public History arbeiteten zuvor daran, einen Teilbestand des Berkhan-Nachlasses für die Forschung zugänglich zu machen. Ihre Ergebnisse bündelten Sie in einem Findbuch, das sie dem HSA als auch dem damaligen Wehrbeauftragten des Bundestages Dr. Hans-Peter Bartels überreichten.