Tag des offenen Denkmals

Helmut Schmidts Lieblingsgebäude: Das Chilehaus im Hamburger Kontorhausviertel

Heute, am Tag des offenen Denkmals, öffnen viele historische Bauwerke ihre Türen. Mit dabei ist auch das Lieblingsgebäude von Helmut Schmidt: das Chilehaus im Hamburger Kontorhausviertel.
Schmidt war Architektur-Fan: schon während seiner Schulzeit plante er, Architektur zu studieren. Diesen Plan machte der Zweite Weltkrieg zwar zunichte, doch die Begeisterung für besondere Bauwerke blieb ihm zeitlebens erhalten. So verwundert es nicht, dass das Chilehaus in der Hamburger Innenstadt ihn so begeisterte. Als Ikone des Expressionismus in der Architektur vereint es norddeutsche Backsteingotik mit Helmut Schmidts Lieblingskunststil und ist zudem mit der an einen Schiffsbug erinnernden Spitze eine Reminiszenz an Schmidts Heimatstadt Hamburg und den Hafen. Während seiner Zeit als Herausgeber der Zeit konnte Helmut Schmidt häufig die Gelegenheit nutzen, sich an der außergewöhnlichen Silhouette des Hauses zu erfreuen, denn das Pressehaus liegt nur einen Steinwurf entfernt vom markanten Chilehaus in Kontorhausviertel.
Einige Monate vor Helmut Schmidts Tod 2015 wurde sein Lieblingshaus zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Heute hat die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung ihren Sitz in der Nachbarschaft (Kattrepel 10) und präsentiert mit der Ausstellung „Schmidt! Demokratie leben“ einen multiperspektivischen Blick auf ihren Namensgeber und seine Zeit. Die Ausstellung ist von Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet, sonntags bieten wir um 14:45 Uhr und um 16 Uhr kostenlose Führungen an.

Zur Anmeldung

2015 wurde das Hamburger Chilehaus zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Foto: Chilehaus um 1930, Bundesarchiv/Köhler

Bundeskanzler Helmut Schmidt, aufgenommen 1978. Foto: dpa

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